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Lützower Artillerie 1813 Traugott Fritze e.V.

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Vom Rittertum zu den schwarzen Gesellen

Wie aus einer Gruppe, die eigentlich Ritterspiele machte, die bekannteste Lützower Artillerie Deutschlands wurde.

Der Anfang war ein Missverständnis

Der Ursprung liegt in den frühen achtziger Jahren, damals allerdings beim Rittertum und beim Dreißigjährigen Krieg. Während einer Veranstaltung in Altmeusebach marschierte plötzlich eine Truppe schwarzer Gesellen ein, die dort überhaupt nicht hingehörte.

Auf Nachfrage erklärte deren Feldwebel, was man da vor sich hatte. Das weckte Interesse, das sofort mit Fachliteratur gestillt wurde. Am Ende waren sich alle einig: Das Lützower Freikorps ist die einzige Formation, mit deren Geschichte und Haltung sich die Truppe wirklich verbunden fühlt.

1998 und 2004

1998 trat der damals noch lose Haufen der IG Lützower Eisenberg bei. 2004 trennte man sich und gründete den eigenen Verein, benannt nach Premierleutnant Traugott Fritze, der 1813 die reitende Batterie des Freikorps führte. Die Eintragung ins Vereinsregister folgte 2005.

Mitglieder des Vereins in schwarzen Uniformen bei einem Auftritt
Auftritt in voller Montur.

Die Tutties

So nennen uns die anderen Gruppen. Der Name blieb hängen, weil wir den Gewohnheiten der Ahnen am weitesten nacheifern: bei der Ausrüstung, beim Lagerleben, beim Umgangston. Dafür ist der Verein mittlerweile weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt.

Das besondere Markenzeichen ist der einzigartige Mörser, der Feind und Freund gleichermaßen das Fürchten lehrt.

Der Mörser

Die Luftverwirbelungen erzeugen ein einzigartiges Pfeifen und einen wirbelnden Ring am Himmel. Das begeistert die Zuschauer zuverlässig.

Weniger begeistert sind manche Veranstalter, die das Gerät unterschätzen. Die Druckwelle hat schon Risse und kaputte Scheiben an Gebäuden hinterlassen und diverse Alarmanlagen außer Gefecht gesetzt. Wir sagen inzwischen vorher Bescheid.

Mörser auf Holzblock, Rohr steil aufgerichtet
IllustrationEin Mörser wirft steil, deshalb die kurze, gedrungene Bauform.
Alltag im Feldlager: Kessel über dem Feuer, Zelte, angebundene Pferde
IllustrationZwischen den Auftritten ist Lagerleben: kochen, flicken, erzählen.

Wo wir auftreten

Zusätzlich zu den großen napoleonischen Schlachtnachstellungen sind wir auf Artilleriebiwaks anzutreffen, von Großgörschen über die Festung Königstein bis nach Wien.

Auf einem Biwak haben wir Zeit zum Reden, anders als mitten in einer Schlachtnachstellung. Wer uns kennenlernen will, kommt am besten dorthin. Wann und wo, steht bei den Terminen.

Mitmachen?

Wir nehmen neue Leute jeden Alters auf, mit oder ohne Vorkenntnisse.